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Aktuell Bericht Delegiertenversammlung VLI 25. Januar 2020

Bericht Delegiertenversammlung VLI 25. Januar 2020

Imkertagung & DV VLI 2020

Am 25. Januar trafen sich 27 Delegierte, Ehrenmitglieder und Gäste aus allen acht Luzerner Imkervereinen zur Delegiertenversammlung im Eventraum der Napf-Chäsi AG in Luthern. In seiner Eröffnungsrede begrüsste Co-Präsident Ruedi Dahinden den Kantonstierarzt Martin Brügger vom Veterinäramt Luzern und Markus Hunkeler vom lawa Luzern. Der umfangreiche Jahresbericht widerspiegelt ein sehr aktives Verbandsjahr 2019. Nebst der überregionalen Bildung, die mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Programms vom VLI wurde, stehen neue Projekte an. So soll das jährliche Kadertreffen weiterentwickelt werden, mit dem Ziel einen Anlass für alle Luzerner Imkerinnen und Imker zu organisieren. Nebst drei hochstehenden Referaten wird auch eine Fachausstellung angeboten werden. 

Ein weiteres Projekt ist der Schnupperkurs, der für alle Bienen- und Imkerinteressierte angeboten werden wird. Dieser Schnupperkurs besteht aus drei Modulen. Nebst zwei theoretischen Blöcken ist auch ein halbtägiger Praxistag vorgesehen. Die Schwerpunkte liegen dabei bei den Wild- und Honigbienen und deren Biologie, die Aufgaben und Arbeiten eines Imkers sowie die wertvollen Bienenprodukte.
Interessierte können sich bei Mario Burri, sekretariat@luzerner-imker.ch melden.

Zu den Schwerpunktthemen der DV zählte sicher die Wiedereinführung der Seuchenkassenbeiträge des Veterinäramtes Luzern. Da der Bestand der Seuchenkasse in kurzer Zeit unter das Minimum fallen würde, hat sich der Luzerner Regierungsrat auf Antrag des Veterinäramtes entschlossen die Beiträge für Kanton, Gemeinden und für die Imker wieder einzuführen. Der Beitrag in der Höhe von CHF 5.00 pro Bienenvolk erachtet der Verband und das Imkerkader als völlig unangemessen. Die Imker, die nicht direkt von Subventionen profitieren, obwohl die Bestäubungsleistung einen grossen wirtschaftlichen Nutzen bringt, bezahlen einen höheren Beitrag als ein Landwirt für eine Grossvieheinheit (GVE). Zudem führt das Einfordern der Beiträge zu einem grossen Aufwand auf Seiten des Kantons, der einen Teil des Betrages verschlingen wird. Der VLI hat Simon Gisler, Präsident der Sektion Sursee damit beauftragt ein Arbeitspapier und einen Antrag für die Delegiertenversammlung auszuarbeiten, die er den Anwesenden vorstellte.

Nach sachlicher Diskussion und den Ausführungen von Herrn Martin Brügger, der die Sichtweise des Veterinäramtes auf zeigte, kam der Antrag vor die Versammlung. Dieser Antrag, eine Arbeitsgruppe zu gründen und auf politischem Wege gegen diese Wiedereinführung der Seuchenkassenbeiträge vorzugehen, wurde von den Delegierten einstimmig angenommen. Simon Gisler wird diese Arbeitsgruppe leiten. Die weiteren Mitglieder sind Urs Fellmann, Präsident Sektion Surental, Martin Schwegler, Präsident Sektion Wolhusen-Willisau und Vorstandsmitglied im VLI und bei BienenSchweiz sowie Mario Burri, Co-Präsident des VLI. Das Budget für die genannten Projekte wurde ebenfalls einstimmig genehmigt.

Wahlen und Verabschiedungen

Um alle anstehenden Projekte realisieren zu können, benötigt der Vorstand des VLI Verstärkung. Vor allem für die Ressorts Finanzen, Sekretariat und Honig besteht Bedarf an weiteren Personen. Für die beiden ersten Ressorts ist Imkererfahrung nicht unbedingt zwingend.

Strategie in der Bekämpfung von Feuerbrand

Markus Hunkeler vom LAWA informiert, dass in der Bekämpfung von Feuerbrand keine Bienenverstellverbote mehr ausgesprochen werden. Er appellierte aber an die Imker, zum Zeitpunkt an welchem ein hohes Infektionsrisiko besteht, weiterhin keine Bienenvölker zu verstellen, um eine mögliche Ausbreitung der Infektionskrankheit zu verhindern. Weiter überbrachte Markus auch die positive Nachricht, dass das lawa auch im Jahr 2020 einen finanziellen Beitrag an den VLI ausrichten wird.

Wesensgemäss Imkern

Zur Imkertagung am Nachmittag im Gemeindesaal von Luthern reisten rund 200 Interessierte an. Herr Norbert Poeplau, Imkermeister von der Versuchsimkerei Fischermühle aus Rosenberg brachte mit verschiedenen Äusserungen seine grosse Erfahrung und seine Begeisterung für die Bienen zum Ausdruck. Es war erstaunlich mit wie vielen verschiedenen Beutesystemen Herr Poeplau Erfahrungswerte sammeln konnte. Vom Dadant-Magazin über die Klotzbeute bis zur Bienenkiste und alle haben ihre Vorzüge und Nachteile. Eindrücklich waren auch seine Ausführungen zum Naturbau, der von Herr Poeplau seit 20 Jahren praktiziert wird. Dieser ist auch Teil des Demeter Labels, nach deren Grundsätzen in der Fischermühle geimkert wird.

Die Sektion Hinterland, die den ganzen Tag einwandfrei organisierte, sorgte mit Kaffee und Kuchen für einen feinen Ausklang eines interessanten Tages. 

 

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