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Aktuell Blütenpollen an der LUGA degustieren

Blütenpollen aus der Region am Stand der Luzerner Imker an der LUGA degustieren

Blütenpollen
Die Pollenhöschen werden mit Hilfe von Abstreifvorrichtungen beim Flugloch (Pollenfallen) gesammelt, anschliessend gereinigt und getrocknet. Der Geschmack variiert von heuähnlich, süss, sauer, bitter bis scharf.

Warum Blütenpollen konsumieren?

Pollen sind die männlichen Samen von Blüten. Blütenstaub oder Pollen ist die Eiweissnahrung der Honigbienen und vieler andern Insekten. Mit der Blüte von Hasel und Erle beginnt im Frühling das Brutgeschäft bei den Bienen. Während Honig den Bienen als Betriebsstoff dient, ist der Pollen Grundlage für die Aufzucht neuer Generationen. Beim Sammeln haften die winzigen Körner am Haarkleid der Bienen und werden als kleine Klumpen an den Beinen als Pollenhöschen gesammelt. Ein Pollenhöschen wiegt ca. 5mg, kommt aus ca. 80 Blüten und enthält hunderttausend bis 5 Millionen Pollenkörner.

Biene mit Pollenhöschen

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Detailansicht der der Pollenbürste an der Innenseite eines Bienenbeines.

Bereits die Sumerer und Griechen lobten die heilenden Kräfte des Pollens. Die Wikinger nahmen pollenhaltige Honigwaben mit auf ihre ausgedehnten Entdeckungsfahrten. Der Pollen diente als Vorbeugungsmedizin gegen Mangelerkrankungen. Inhaltsstoffe von Blütenpollen sollen Linderung bei Heuschnupfen, Verdauungsproblemen und Nervenschwäche bewirken. Gleichzeitig wird dem Naturprodukt eine aktivierende und leistungssteigernde Wirkung nachgesagt. Tatsächlich ist Pollen reich an an Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren. Ein bis zwei Teelöffel Blütenpollen täglich genügen, um den Eiweißbedarf eines Erwachsenen Menschen abzudecken. Wissenschaftlich erwiesen ist, dass die in den Blütenpollen enthaltenen Flavonoide als Radikalfänger wirken und so antioxidative Eigenschaften aufweisen. Auch wirkt die regelmäßige Einnahme der Blütenpollen bei Mäusen schmerzlindernd und entzündungshemmend. Eine Untersuchung an Ratten zeigte zudem, dass Blütenpollen den Knochenrückgang  bei Osteoporose-Patienten aufhalten.

Pollen gehört zu den häufigsten Allergenen

Bei Pollenallergie werden Pollenkuren in den Wintermonaten zur Desensibilierung eingesetzt. Der verwendete Pollen sollte möglichst aus der Region sein, da die Zusammensetzung abhängig vom regionalen Blütenangebot ist. Wer an einer Pollenallergie leidet, sollte beim Verzehr von Pollen aber sehr vorsichtig sein und nur mit wenigen Körnchen beginnen. Je nach Verträglichkeit kann die Menge langsam gesteigert werden.

Tipp: Blütenpollen schmeckt besonders gut aufgelöst in warmer Milch mit einem Löffel Honig. Aber auch in einem Müesli, Smoothie, Yoghurt und sogar unter einen feinen Blattsalat.

An der LUGA vom 24. April – 3. Mai 2015 kann am Stand der Luzerner Imker in der Märthalle (Stand 1208 in Halle 12) neben Honig Blütenpollen von regionalen Produzenten degustiert und gekauft werden.

... oder beziehen sie Pollen von der Schweizer Pollenimker Vereinigung:
http://www.pollen-schweiz.ch/

Links zu Quellen und weiteren Informationen:
http://www.agroscope.admin.ch/imkerei/01810/01819/index.html
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pollen&redirect=no
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22785265
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19124059
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22765489

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