ssDSC03961
Aktuell Asiatische Hornisse - kein Imker-Problem

Asiatische Hornisse - kein Imker-Problem

Asiatische Hornisse in Luzern: Warum das kein Imker-Problem, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe ist

Die Nachricht verbreitet sich in Imkerkreisen wie ein Lauffeuer:
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich im Kanton Luzern weiter aus. Heute hat der Kanton Luzern dazu eine offizielle Pressemitteilung herausgegeben. Während wir die fachliche Aufarbeitung und die Sensibilisierung durch die kantonalen Stellen sehr begrüssen, müssen wir als Verband Luzerner Imkervereine VLI eines unmissverständlich klarstellen:

>> Diese invasive Art ist kein reines Problem der Honigbienen – sie betrifft uns alle.

Ein Räuber, der nicht nur Bienen im Visier hat

In der öffentlichen Wahrnehmung wird die Asiatische Hornisse oft als reiner Bienenkiller abgestempelt. Doch das Bild ist unvollständig. Vespa velutina ist eine Bedrohung für die gesamte Biodiversität. Sie jagt eine Vielzahl von Insekten, darunter Wildbienen, Schwebfliegen und andere wichtige Bestäuber. Proteine sind aber nicht alles, die Asiatische Hornisse benötigt auch viele Kohlenhydrate. Dazu werden Obst und Trauben angefressen und Schäden in der Landwirtschaft verursacht.

Zudem rückt die Hornisse dem Menschen näher. Sie baut ihre Nester oft in Siedlungsgebieten, in Hecken oder unter Dachvorsprüngen. Werden diese Nester bei der Gartenarbeit oder beim Spielen im Freien versehentlich gestört, verteidigt die Hornisse sie äusserst aggressiv. Damit wird die Invasion zu einem Sicherheitsthema für die gesamte Bevölkerung.

Die Politik muss die Verantwortung übernehmen

Die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse darf nicht auf den Schultern der ehrenamtlichen Imkerinnen und Imker abgeladen werden. Wir zählen darauf, dass die Luzerner Politik erkennt, dass Untätigkeit am Ende weit teurer zu stehen kommt als eine frühzeitige, konsequente Bekämpfung.

 

Aktuell